Die Schermaus oder Große Wühlmaus (Arvicola)

Die Schermaus oder Wühlmaus bevorzugt saftige, fleischige Wurzeln wie Löwenzahn, Klee oder auch Tulpenzwiebeln.

Sie gräbt die Gänge mit den Zähnen und verwühlt die Erde mit den Pfoten und dem Kopf. Die aufgewühlten Erdhaufen sind anders als beim Maulwurf eher flach und nicht so grobschollig. Die Populationsdichte kann bis zu 1000 Tiere je Hektar betragen. Die Futteraufnahme liegt bei 15 g/Tier und Tag. Bei hoher Populationsdichte fressen die Nager dann bis zu 15 kg pro Hektar und Tag. Dieses sind hochgerechnet ca. 10 dt Trockensubstanz pro Jahr. Die Wühlmaus kann auch gut schwimmen und tauchen. 

Steckbrief

Name:   

Schermaus (Arvicola)

Nahrung:  

Saftige Wurzeln und grüne Pflanzenteile, die sie mit den einem Biber ähnlichen Zähnen abbeißt. Sie nagt sich auch durch den Boden, häufig sind Nagespuren an den Wänden des Baus zu erkennen.

Gewicht:     

60-100 g

Körperform:  

walzenförmig, sie hat 4 gut sichtbare lange und gebogene biberähnliche Schneidezähne

Fortpflanzung:

von Februar bis Oktober/November, die Tragzeit beträgt 21 Tage und die Schermaus wirft 4 bis 6 Junge,

Geschlechtsreif:    

nach 2 Monaten

Gangsystem: 

40 bis 70 m für eine Sippe, hier befinden sich dann auch ein bis zwei mit Gras gepolsterte Nester.

Natürliche Feinde:

Greifvögel, Fuchs, Katze, Hund

Schäden:  

Fraßschäden an Wurzeln und Grünmasse, Futterverschmutzung durch ausgehobene Erdhügel, bei hoher Populationsdichte Verarmung des Pflanzenbestands, Unterhöhlen der Fläche, Achtung die Schermaus ist auch Überträger von Krankheiten, und Parasiten.

Bekämpfung:

bei geringem Befall können Sitzstangen für Greifvögel aufgestellt werden, legen von Giftködern mit einer Legeflinte in die Gänge, die Löcher müssen anschließend wieder verschlossen werden weiterhin helfen noch Schermausfallen. 

Wühlmäuse können mit Totschlagfallen gefangen werden.  Der optimale Zeitpunkt zum Fallen stellen ist im Winter und im Frühjahr. Die Methode ist zwar sehr zeitaufwändig, doch wirkungsvoll. Eine Faustregel besagt nämlich, dass jede im Winter, oder Frühjahr gefangene Maus  20 bis 100 Mäuse im Sommer weniger bedeutet.

Eine weitere Bekämpfungsmethode sind Giftköder. Hier wird zwischen Akutgiften und Antikoagulantien (Blutgerinnungshemmer) unterschieden. Das Auslegen dieser Köder darf nicht großflächig, oder offen erfolgen. Die Köder müssen verdeckt, d.h. in die Löcher abgelegt werden, wobei eventuell eine Legeflinte hilfreich sein kann. Alternativ können auch Köderstationen aufgestellt werden.