Feldmaus (Microtus arvalis)

Die Feldmaus ist die kleinste Vertreterin der in Luxemburg gängigen Mäuse, sie neigt zu einer  zyklischen Massenvermehrung und kommt dann auf Populationsdichten von bis zu 2000 Tiere/ha. Bei einer Futteraufnahme von 5 g/Tag und Tier kommen auch hier 10 kg Futterverzehr pro ha und Tag zusammen. Die Feldmaus ernährt sich von Samen und grünem Pflanzenmaterial, hauptsächlich Gräser. Sie lebt hauptsächlich in leeren Wühlmaus- oder Maulwurfgängen.

Steckbrief:

Name:

Feldmaus (Microtus arvalis)

Nahrung:    

Pflanzen, hauptsächlich Gräser

Gewicht: 

20 bis 45 g

Körperform: 

walzenförmig aber wesentlich kleiner als Schermaus, stumpfe Schnauze

Fortpflanzung:

von März bis November, die Tragzeit beträgt 19 bis 21 Tage und die Weibchen sind bereits nach 14 Tagen geschlechtsreif, Neubegattung direkt nach der Geburt ist häufig, so dass die Weibchen unter optimalen Bedingungen alle 20 Tage werfen können.

Gangsystem:

bewohnen alte Schermaus- oder Maulwurfgänge, sind aber nicht ortsgebunden und sehr mobil. Sie legen Vorräte in den Gängen ab.

Natürliche Feinde:

Greifvögel, Fuchs, Katze, Marder, Hermelin, bei Massenvermehrungen bricht die Population häufig im Folgejahr wegen Hunger und Erschöpfung zusammen

Schäden:  

Erhebliche Fraßschäden bis zum Kahlfraß, als Folge kommen unerwünschte Gräser und Kräuter auf

Bekämpfung:
Direkte Bekämpfung

Feldmäuse können mit Totschlagfallen gefangen werden da Lebendfallen verboten

sind.  Der optimale Zeitpunkt zum Fallen stellen ist im Winter und im Frühjahr. Die Methode ist zwar sehr zeitaufwändig, doch wirkungsvoll. Eine Faustregel besagt nämlich, dass jede im Winter, oder Frühjahr gefangene Maus  20 bis 100 Mäuse im Sommer weniger bedeutet.

Legeflinte

Eine weitere Bekämpfungsmethode sind Giftköder. Hier wird zwischen Akutgiften und Antikoagulantien (Blutgerinnungshemmer) unterschieden. Das Auslegen dieser Köder darf nicht großflächig, oder offen erfolgen. Die Köder müssen verdeckt, d.h. in die Löcher abgelegt werden, wobei eventuell eine Legeflinte hilfreich sein kann. Alternativ können auch Köderstationen aufgestellt werden.

Indirekte Bekämpfung

Mäuse haben viele natürliche Feinde, wie Katzen, Hunde, Füchse, Storche, Mauswieseln, Steinmarder, Milane, Mäusebussarde, Falken, Eulen, Raben und Graureiher. Durch die Förderung und den Schutz der natürlichen Lebensräume dieser Feinde kann das übermäßige Wachsen einer Mäusepopulation gehemmt werden.

Eine vielseitige, reichlich strukturierte Landschaft mit Hecken und Einzelbäumen, oder das Aufstellen von Sitzstangen kann bereits helfen, dass sich die natürlichen Feinde der Mäuse ansiedeln können.

Die Weidenutzung von Grünland hemmt die Entwicklung der Mäuse ebenfalls.

Ein zu hoher Pflanzenbestand vor dem Winter schafft einen idealen Lebensraum für die Mäuse, weil sie hier Deckung  vor Feinden und ausreichend Nahrung finden.

Die Weidenutzung von Grünland hemmt die Entwicklung der Mäuse ebenfalls.

Ein zu hoher Pflanzenbestand vor dem Winter schafft einen idealen Lebensraum für die Mäuse, weil sie hier Deckung  vor Feinden und ausreichend Nahrung finden.