Heutrocknung - Pflanzenbauliche Grundlagen

Pflanzenbestand

Nur ein guter Pflanzenbestand kann ein gutes Grundfutter garantieren

  • 60-70% Gräser (engl. Raygras, Wiesenschwingel, Wiesenrispe, Wiesenfuchsschwanz, Timothe, Knaulgras)
  • 15-20% Kräuter (Löwenzahn, Spitzwegerich, Wiesenknopf, Schafgarbe, Wegwarte, Herbstlöwenzahn, Wiesenpipau) 
  • 15-20% Leguminosen (Rotklee, Weißklee, Hornschotenklee, Wicke)
  1. Junges blattreiches Erntegut ist feuchter und trocknet schlechter/länger – in unserer Region sind ausreichend lange Schönwetterperioden für die Heubereitung zum Schnittzeitpunkt „blattreiches Erntematerial“ rar
  2. Je höher der Blattanteil umso höher sind die Bröckelverluste
  3. Je höher der Stengelanteil, umso höher ist der TS-Gehalt zur Ernte, umso kürzer ist die Trocknungsdauer und die Bröckelverluste sind geringer
  4. Je höher der Stengelanteil, umso älter und umso nährstoffärmer ist das Erntegut

 

Leitgräser unterschiedlicher Pflanzenbestände und die zu erwartenden
Futterqualitäten

Idealer Schnittzeitpunkt: Ähren-/Rispenschieben der Leitgräser.

Achtung: 

  • reine Schnittflächen machen keine so dichte Grasnarbe wie Weiden, daher Gefahr der Verunkrautung z.B. zu hohe Kräuteranteile, besonders Löwenzahn (Bröckelverluste und in zu hohen Anteilen Platzräuber)
  • bei Verdichtung (schwere Maschinen und häufiges Überfahren) starkes Aufkommen von gemeiner Rispe (muffiger Geruch verschlechtert die Futterqualität) 

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