Grünlandschäden erkennen

Mäuseschäden

Der Mäusezyklus schlägt wieder zu. Viele Grünlandflächen Luxemburgs scheinen wieder einer „Nagerplage“ zum Opfer gefallen zu sein. Im Folgenden sollen kurz die Schädiger erläutert werden. 

Die Massenvermehrung dieser Kleinnager ist letztendlich auf unsere ausgeräumte Landschaft zurückzuführen. Landschaftselemente wie Hecken, Sträucher, Bäume, kleine Steinmauern u.v.m. dienen als Aufenthaltsort und Rückzugsmöglichkeit für Prädatoren, also die natürlichen Feinde. Mit dem zunehmenden Verlust dieser Landschaftselemente haben sich auch die natürlichen Feinde, die diese Überpopulationen regulieren könnten, zurückgezogen. 

Die vielen Landschaftselemente allerdings wieder herzustellen liegt nicht unbedingt im Interesse einer modernen und produktiven Landwirtschaft. Da jede Medaille leider zwei Seiten hat, muss die moderne Landwirtschaft höchstwahrscheinlich auch mit immer wiederkehrenden Nagerplagen leben. 

Eine gefangene Maus im Herbst, kann bis zu 20 Mäuse weniger im Folgejahr bedeuten. Eine regelmäßige Beobachtung der „Mäuseaktivitäten“ auf dem Grünland und dann ein frühzeitiges Eingreifen, um die Massenvermehrung hoffentlich schon im Keim zu unterbinden, kann einen Teil der natürlichen Prädatoren ersetzen. Die Vermehrungszyklen können so entzerrt werden. 

Maulwurf
Schermaus
Feldmaus
  

viele oberirdische Wege,
viele kleine Ausstiegslöcher
geringe Mengen verwühlter
feinster Erde

Verwühlprobe

Die Verwühlprobe gibt Auskunft ob das Gangsystem bewohnt ist.

Maulwurf
Schermaus
Feldmaus

Mausgang/Loch freilegen 

Mausgang/Loch freilegen 

Mausgang/Loch zustopfen

nicht verwühlt = unbewohnt

nicht verwühlt = unbewohnt

bleibt es zugestopft =unbewohnt

später sehr grob verwühlt oder
untergraben = bewohnt

innerhalb 2 Stunden fein
verwühlt = bewohnt

innerhalb 2 Stunden freigelegt

= bewohnt

 
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Wiesenschnaken (Tipula) 

Der Befall einer Fläche mit Tipulalarven macht sich bemerkbar durch ein vermindertes Wachstum des Grasbestandes. Es kann sogar an einigen Stellen zum Auftreten von nesterförmigen Kahlstellen kommen. Ein weiteres Merkmal ist eine gelbbraune Blattverfärbungen. Weit aus größere Schäden entstehen oft durch Wildschweine, die auf der Suche nach den Larven die Grasnarbe aufreißen.

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